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Wenn dir das Leben eine Zitrone gibt… mach Limonade daraus!

by Nico on Dezember 23rd, 2011

Bisher dachte ich, ich müsse meine Freundin beim gemeinsamen Shoppen bloß von Schuhläden fernhalten, um das Schlimmste zu vermeiden, doch seit gestern weiß ich es besser: Es geht noch weitaus schlimmer! Meine bessere Hälfte schleifte mich in einen Schmuckladen. Und zwar nicht in irgendeinen, sondern einer von der Sorte, wo man seinen Schmuck selbst aus Einzelteilen zusammenstellen kann. Und der Laden war natürlich brechend voll.

Mit einem kleinen Kästchen in der Hand schoben wir uns durch den Laden. Mit unseren Einkaufstaschen voller Geschenke quetschten wir uns zwischen den anderen Kunden und deren Einkaufstaschen voller Geschenke hindurch, damit meine Freundin begeistert in den verschiedensten Perlen wühlen konnte. Sie war hin und weg. Ich lächelte gequält. Außer mir war nun noch ein weiterer Mann im Laden. Er stellte es schlau an und verkürzte seinen Aufenthalt an diesem Ort des Grauens auf ein Minimum: Er schnappte sich eine Mitarbeiterin, verklickerte ihr, dass er dringend ein Geschenk für seine Mutter brauche, die gern Engel möge, und ließ dem Mädel dann freie Hand beim Zusammenstellen. Nicht selbst zusammenbasteln kostet zwar einen kleinen Aufpreis, schont aber die Nerven. Ich dagegen wurde nach anderthalb Stunden langsam durstig und ungeduldig. Meine Freundin schickte mich genervt zur Kasse, wo für solche Fälle gekühlte Getränke und Kaffee bereitgehalten werden, und wühlte weiter in den Perlen.

Auf dem Weg zum Kühlschrank hatte ich eine Eingebung: Wenn sie so einen furchtbaren Spaß an der Perlenwühlerei hatte, sollte sie doch auch gleich individuell gestalteten Schmuck für meine weiblichen Verwandten mitbasteln! Eine geniale Idee: Meine Freundin war begeistert, noch mehr Zeit im Schmuckladen verbringen zu dürfen und mein Leiden hatte endlich einen Sinn.

From → Allgemein

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