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Und ewig locken Ruhm und Geld

by Adele on August 27th, 2010

Und noch mal Fußball: Ich weiß nicht, woran es liegt, aber irgendwie scheint es doch so, dass einige Jungstars mit ihrem Ruhm nicht richtig umgehen können. Viele leiden sogar an einer wahren Selbstüberschätzung. Ich möchte in diesem Zusammenhang gleich betonen, dass ich kein Neider bin und ich jedem seinen Erfolg gönne. Außerdem vertrete ich den Standpunkt, dass jeder Mensch selbst für sein Leben verantwortlich ist und was er daraus macht. Ich kann nur nicht verstehen, warum so viele junge Menschen einfach nicht auf die Stimme der Vernunft hören.

Die Fußball-WM ist noch gar nicht so lange her und die Bundesliga-Saison läuft bereits wieder, da werden die Schlagzeilen schon wieder vom spanischen und deutschen Fußball beherrscht. Das hat allerdings weniger damit zu tun, dass diese beiden Fußballnationen gegeneinander spielen würden, sondern viel eher damit, dass man in Spanien während der Weltmeisterschaft auf die Leistungen der jungen deutschen Spieler aufmerksam geworden ist. So gesehen kann man das Vorgehen des Traditionsklubs Real Madrid durchaus verstehen. Obwohl man in den letzten Jahren enorme Summen in die Verstärkung der Mannschaft gesteckt hat, konnte man keine großen Titel gewinnen. Vielleicht lag es ja auch daran, dass man eben nur Superstars in die Mannschaft integrieren wollte, die aller Voraussicht nach satt waren und nur das große Geld machen wollten.

Jetzt haben die Madrilenen eben zwei junge Deutsche geholt, um sich endlich mal wieder einen Titel zu sichern. Der neue Trainer der Königlichen – José Mourinho – glaubt, dieses Unterfangen mit den deutschen Nationalspielern Sami Khedira und Mesut Özil zu vollbringen. Beide Spieler sind dem Ruf der Spanier gern gefolgt. Natürlich ist es für viele junge Spieler ein Traum, für einen solch großen Verein spielen zu dürfen. Auch ist es richtig, dass die Erfahrungen, die man als Spieler im Ausland sammelt, durch nichts zu ersetzen sind. Allerdings habe ich den Verdacht, dass die beiden dem extremen Druck in der spanischen Hauptstadt noch nicht gewachsen sind. Vor allem Özil wird schnell den Unterschied zum familiären Umfeld in Bremen erkennen. Vielleicht hätten sich die beiden jungen Deutschen vorher mal mit den aus Madrid „vertriebenen“ und „geflüchteten“ Spielern unterhalten sollen. Robben, van Nistelrooy und Raul sind die besten Beispiele dafür, wie schnell man in Ungnade fallen kann.

Jetzt reichts aber mal mit dem runden Leder!

Euer Nico!

From → Sport

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