Öffentliche Arbeitsverweigerung ohne Konsequenzen?
So, meine Sommerpause ist vorbei. Was habe ich mich darauf gefreut, dass die Bundesliga-Saison endlich wieder losgeht. Endlich rollt der Ball wieder und wir können uns über schöne Fußballspiele freuen. Wer wird Meister und wer steigt ab? Wie werden sich die Aufsteiger in der höchsten deutschen Spielklasse etablieren? All diese Fragen wurden spätestens mit Anpfiff des ersten Spieltags aufgeworfen und jeder gibt sich seine eigenen Antworten. Doch in diesem Jahr ging der Ärger schon los, bevor der erste Anpfiff erfolgt ist.
Bei der großen Staransammlung in der Mannschaft des Rekordmeisters FC Bayern München gibt es immer einen Haufen unzufriedener Spieler. Schließlich möchte jeder für das Team auflaufen und seinen Teil für den Erfolg beitragen. Aber es können nun mal immer nur elf Mann auf dem Platz stehen, der Rest nimmt auf der Bank oder auf der Tribüne Platz. Das ist bei allen Mannschaften so. In München hat sich jetzt jedoch etwas ereignet, was dem Fan wie ein Schlag ins Gesicht vorkommen muss. Da weigert sich ein gewisser Herr Demichelis auf der Reservebank Platz zu nehmen. Der Trainer hat ihm zuvor mitgeteilt, dass er für die Anfangsformation eben auf van Buyten und Holger Badstuber setzt. Ich finde diese Entscheidung durchaus in Ordnung. Van Buyten hat sich diesen Platz redlich verdient und Badstuber ist in der Innenverteidigung ebenfalls bärenstark und eines der größten Talente überhaupt.
Demichelis hingegen hat in der letzten Spielzeit für viel Unsicherheit in der Innenverteidigung gesorgt und die Unsicherheit auch während der WM in Südafrika nochmals bestätigt. Die Zeit des ehemaligen Weltklassespielers scheint vorbei. Der einzige Mensch, der dies nicht wahrhaben möchte, ist Demichelis selbst. Doch anstatt zu jammern, sollte er sich lieber auf seine Arbeit konzentrieren und sich mit anständigen Trainingsleistungen erneut empfehlen. So machen das andere Spieler auch. Außerdem sollte er niemals vergessen, dass er ein Angestellter des Vereins ist. Als solcher hat er den Anweisungen seines Arbeitgebers Folge zu leisten. Das gilt auch für die Anweisungen, die von einer Person aus der Führungsetage kommt. Zu diesen Personen gehört – für die sportliche Leitung – auch der Trainer. Wenn sich ein normaler Arbeitnehmer einer solchen Anweisung widersetzen würde, dann hätte das zumindest eine Abmahnung zur Folge. Manchen Profisportlern sollte man diese Tatsache vor Augen führen, damit Sie merken, wie gut sie es eigentlich haben.

