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Loveparade – OB macht sich lächerlich

by Nico on August 2nd, 2010

Es gehört heute mittlerweile schon zum guten Ton, dass man die Leute für dumm verkaufen möchte. Gott sei Dank fallen nur noch die wenigsten Menschen auf so etwas herein und man könnte meinen, dass dies auch überall ankommt. Was sich aber jetzt in Duisburg nach der Katastrophe der Loveparade abspielt, das schlägt dem Fass den Boden aus. Die politische Führung – Herr Oberbürgermeister Sauerland – lehnt nach wie vor jede Verantwortung ab. Da kommen dann so schwammige Erklärungen, dass er ja nie persönlich eine Genehmigung unterschrieben habe. Was glaubt er denn eigentlich? Er ist der Chef der Stadt und damit natürlich auch verantwortlich, wenn die Stadt Genehmigungen erteilt. Schließlich hätte er sich bei einer positiven Veranstaltung auch auf die Schulter klopfen lassen. Da hätte es dann geheißen, er habe die Loveparade nach Duisburg geholt. Nur jetzt will er keine Verantwortung tragen.

Nun hat er sich sogar einmal vor die Kamera getraut und ein Interview gegeben. Hier beteuert er wiederum, sich keiner Schuld bewusst zu sein. Falls es nötig wäre, dann würde er natürlich Verantwortung zeigen und auch die notwendigen Konsequenzen ziehen. Einen Rücktritt schließt er jedoch weiterhin kategorisch aus. Dass dies mit dem Verlust seiner Pensionsansprüche zu tun haben könnte, verneint er vehement. Wie aber erklärt er dann den Umstand, dass er einer Abwahl seiner Person aus dem Amt des Oberbürgermeisters zustimmen würde? Sollte es nämlich zu einer Abwahl kommen, dann bleiben ihm die Pensionsansprüche erhalten. Wenn es dem Herrn Politiker also wirklich nicht um rein finanzielle Dinge geht, dann könnte er dem ganzen Ärger doch aus dem Weg gehen und von seinem Amt zurücktreten. Mit einem solchen Schritt würde er Rückgrat beweisen und alle Diskussionen beenden. So aber bleibt der Eindruck, dass es ihm nur darum geht, seinen Geldbeutel zu füllen. Das Wohl der Bürger, deren Vertreter er eigentlich ist, ist ihm vollkommen egal. Anders ist das sture Festhalten an seinem Posten nicht zu erklären.

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