Nüchtern betrachtet
Heimweg. Feierabendzeit. U-Bahn überfüllt wie immer. Na gut, dann eben neben der Tür stehen. An der Scheibe kleben noch Reste von Erbrochenem. Aussteigen. Unten am Treppenaufgang sitzt eine Frau auf den Stufen und raucht die Kippen zu Ende, die fremde Menschen ausgetreten haben. Ihre Hände sind ganz schwarz. Sie hustet rasselnd, während all die Büromenschen an ihr vorbeiströmen.
An der Ampel stehen zwei Typen neben mir. Der eine erzählt irgendwas Abgefahrenes, der andere hört gar nicht zu und stößt plötzlich lachend hervor „Man, diese Mischung von Zeug lässt mich irgendwie alles sagen, was ich denke.“ Daraufhin brechen beide in irres Gelächter aus.
Ich hebe Geld ab, gehe einkaufen. Während ich an der Kasse Berge von Obst und was man sonst vorm Wochenende so kauft aufs Band stapele, stürmt ein sichtlich angetrunkener Mann in den Laden und murrt nach einem Blick zur Warteschlange, die aus dem Herrn vor mir sowie mir selbst besteht: „Och Mann, ich wollt doch nur ein Bier kaufen!“ Der gute Mann scheint so seine eignen Vorstellungen von Maßstäben zu haben, denn nachdem er sich „ein Bier“, in diesem Fall einen Sechserpack desselben, geschnappt hat, stellt er sich in der unglaublich langen Schlange hinter mir an. Nicht ohne sofort zu murmeln zu beginnen: „Jetzt dauert das wieder, och nää… .“
Zunächst beschließe ich, ihn auf keinen Fall vorzulassen, zur Strafe für diese freche Art, sein Anliegen vorzubringen. Doch dann kommt mir der Gedanke, dass das Leben es wohl nicht allzu gut mit ihm gemeint hat und er zudem wahrscheinlich zu betrunken ist, um auf Umgangsformen zu achten. Ich lasse ihn vor. Er strahlt über das ganze Gesicht, brabbelt wie ein Kind vor sich hin, dass er sich nun auch ganz doll beeilen werde mit dem Bezahlen, wo ich ihm doch so nett den Vortritt gelassen hätte. Im Gehen wünscht er mir „von ganzen Herzen“ ein schönes Wochenende. Ich stecke meine Zartbitterschokolade ein – irgendwie brauchen wir alle unsere Drogen.
Nachdem ich kürzlich im Kino „Cheyenne – this must be the place“ gesehen habe, in dem eine Stadt vorkam, deren berühmteste Attraktion die größte Pistazie der Welt war, kam mir die Idee zu diesem eigentlich längst überfälligen Blogeintrag. Den Namen der Stadt mit der skurrilen Skulptur habe ich längst vergessen, aber die Idee blieb: die Neugier, welche Rekorde meine eigene Heimatstadt aktuell hält.
Der Hamburger Hafen ist der zweitwichtigste in Europa. Hamburg ist die zweitgrößte Stadt in Deutschland und außerdem die größte Stadt der EU, die keine Hauptstadt ist. Deutschlands größte Turmuhr prangt am Wahrzeichen der Hansestadt, dem Michel. Sie hat einen Durchmesser von stolzen acht Metern. Aber es gibt diese Großstadt auch in ganz klein: Das Miniaturwunderland ist eine der beliebtesten Hamburger Sehenswürdigkeiten und die größte Modelleisenbahn-Anlage der ganzen Welt! Weltweit spitze sind wir auch in Sachen Kaffee: An keinem anderen Ort auf der Welt wird eine größere Menge Kaffee umgeschlagen. Natürlich wird ein Teil in weiterverarbeiteter Form wieder exportiert.
Dass der Friedhof in Hamburg-Olsdorf der größte Friedhof der Welt ist, schreibe ich gern hin, doch leider hält Hamburg auch einen im weitesten Sinne damit verbundenen sehr traurigen Rekord: Die Freie und Hansestadt ist leider das Bundesland mit der höchsten Suizidrate unter Frauen. Ein viel schönerer Rekord ist, dass eine Untersuchung des Instituts „Economist Intelligence Unit“ ergab, dass Hamburg deutschlandweit die höchste Lebensqualität bietet (2011).
In Hamburg fährt die meistbenutzte Buslinie Europas, die Linie 5, die werktags im Fünfminutentakt fährt. Namen sind eben doch nicht bloß Schall und Rauch. Die 5 ist der Konkurrenz einfach eine Nasenlänge voraus: Um mehr Fahrgäste transportieren zu können als jede andere europäische Buslinie, fährt sie nicht nur extra häufig, sondern ist auch extralang: Der Hamburger Verkehrsverbund hat nämlich nicht nur den Gelenkbus erfunden, sondern auch den Doppelgelenkbus, der stolze 25 Meter Länge misst.
Weltweit ist Hamburg die Stadt mit den zweitmeisten Konsulaten. Ganze 96 Stück gibt es hier. Kein Wunder, schließlich ist Hamburg das Tor zur Welt! Auch sonst gibt Hamburg sich international: Wir haben zum Beispiel den größten japanischen Garten Europas! Und welche europäische Stadt hat wohl die meisten Brücken? Amsterdam mit seinen Grachten? Venedig? Mitnichten! Hamburg schlägt diese beiden berühmten Wasserstädte in Sachen Brücken um Längen! Größer, besser, länger, … Erster! In Hamburg wurde 1927 die erste Tankstelle Deutschlands eröffnet. Und wir werden in Sachen Rekorde weiterhin Gas geben!
Nirgends kann man den Verfall der deutschen Sprache besser beobachten als in Bus und Bahn, denn dort kommen alle Gesellschaftsschichten zusammen. Immer wieder begegnen mir im Alltag, vor allem in den öffentlichen Verkehrsmitteln, schlimme sprachliche Verunstaltungen. Heute war das wieder einmal der Fall. Auf dem Heimweg quer durch Hamburg musste ich einen nicht ganz geringen Schock verkraften. Im Bus trug sich folgende Szene zu:
“Digga, ich bin gleich Stephansplatz!”, ruft ein Jugendlicher in milieutypischer Daunenjacke in sein Handy, aus dem zuvor möchtegern-harter Rap gedrungen war, der wohl einen Klingelton darstellen sollte. “Ich bin Stephansplatz.”!? “Ich bin Stephan.” Das ginge, aber “Ich bin Stephansplatz” würde bedeuten, dass der personifizierte Stephansplatz heute eine Großstadtgangsterboy-Daunenjacke trägt. Und außerdem sagte er, er sei gleich erst Stephansplatz. Was ist er denn gerade? Jungfernstieg? Dann hätte er wohl noch eine Geschlechtsumwandlung vor sich.
Nach einigen Sekunden der Irritation verbuche ich das soeben Gehörte unter “Versäumnisse des deutschen Bildungssystems” und steige um in die U2. Im Fahrgastfernsehen lese ich so dies und das. Die Szene aus dem Bus ist vergessen. Lieber male ich mir das Abendessen in den schönsten Farben aus. Mhh, indisches Channa Dal…ich träume vor mich hin, als plötzlich hinter mir jemand sagt “Ich bin gerade Berliner Tor.” Das klang aber nicht nach Hamburger Gangsterboy. Ich drehe mich um. Ein enorm wichtig wirkender Herr mit Aktentasche und grauem Nadelstreifenanzug spricht wild gestikulierend in sein überdimensionales Smartphone. Am anderen Ende scheint ein Kollege aus der Anwaltskanzlei des wichtigen Monsieurs andächtig zu lauschen, wie dem weiteren Verlauf des nicht ganz leisen Gesprächs unschwer zu entnehmen ist. Es muss wohl bisher an mir vorbeigegangen sein, dass man auch unter Akademikern auf Präpositionen verzichten zu können scheint. Bitter. Dies kopfschüttelnd feststellend entfloh ich dem Mekka der Grammatikfeinde durch die sich hinter mir piepsend schließenden Türen und eilte meinem Dal entgegen. Ich bin Hause.
Gewitzt, wie ich schlaues Kerlchen nun mal bin, habe ich meinen Urlaub zum frühstmöglichen Zeitpunkt eingetragen und konnte so geschickt zwischen Weihnachten und Silvester eine Entspannungsphase schaffen. Dank jener von langer Hand geplanten Heldentat musste es nicht beim alljährlichen Weihnachtsbesuch im Elternhaus bleiben, sondern ich konnte außerdem einige alte Freunde im heimatlichen Westfalen besuchen. Antje und Markus aus Münster luden mich zum Slampion Chip ein. Dabei handelt es sich um eine kulturelle Veranstaltung mit viel Wortwitz, in deren Rahmen Poetryslammer gegen Singer-Songwriter antraten, um den Champion mithilfe von Pokerchips, die die Zuschauer vergeben durften, zu ermitteln.
In der ersten Runde wurde ein Sänger namens Ruben Grimm, deren Song mir besonders gut gefallen hatte, um ein Haar und völlig zu Unrecht von einer gewissen Selma aus meiner Wahlheimat Hamburg besiegt. Im Stechen schaffte er allerdings den Sprung in die nächste Runde – ein Glück, denn Selmas penetrante Art hätte ich nicht länger ertragen. Am schlimmsten war der Part ihres Refrains, in dem sie wie ein Kleinkind “Bäääh!” ins Mikro brüllte und dabei die Zunge herausstreckte. Ruben gewann schließlich sogar das Finale. Insgesamt war es ein bunt gemischter Abend. Die verschiedenen Künstler trugen teils Lustiges, teils Trauriges vor, es ging um den fiesen Chef, Selbstdarstellung, Politik, schlechten Musikgeschmack, nicht erwiderte Liebe, erfüllte Rachegelüste … und Nils trat auf, ein grundsympathischer Gitarrengott ohne Songtext, der sich später dem Willen des Publikums beugen und unter allgemeinem Gejohle doch noch einen Rocksong singen musste.
All das sorgte nach der Siegerehrung noch für reichlich Diskussionsstoff in unserer kleinen Runde. Wir alle hätten Jan Coenen, den Wortakrobaten, der sich auf hohem rhetorischem Niveau über die allgegenwärtige Selbstdarstellung amüsiert hatte, gern weiter vorn gesehen. Und ich musste später noch nach Selma googeln, um herauszufinden, dass sie einem gewissen Emil Dürer auf Youtube in einem Liedchen u. a. mit den romantischen Worten „Emil, du bist, nicht senil.” ihre Liebe gesteht. Was Emil dazu gesagt hat, ist leider nicht überliefert.
Deutschland, du reiches Reiseland
Der Tourismus in Deutschland boomt – nicht zuletzt auch deshalb, weil viele Deutsche wieder gern im eigenen Land verreisen. Als Urlaubsland bietet Deutschland die gesamte Bandbreite der geliebten Möglichkeiten – ob Sie nun eine Kulturreise, einen Wander- oder Badeurlaub planen oder einfach auf Entdeckungen aus sind. An vielen Stellen der Nord- und Ostsee bietet Deutschland ein Badeparadies für Urlauber, die nicht unbedingt gern in die pralle Sonne des Südens verreisen. Hinzu kommt eine Fülle von Seen im gesamten Land und als Gegensatz dazu die vielen Wald- und Berglandschaften. Beliebt sind vor allem der deutsche Teil der Alpen, das Allgäu, der Schwarzwald oder im Norden auch der Harz, der Thüringer Wald und die Lüneburger Heide.
Lebendiges Treiben in den schillernde Metropolen
Berlin, als die boomende Metropole ist als Reiseziel immer attraktiv. Bei einem Aufenthalt in dieser pulsierenden Stadt bietet sich eine Besichtigung des Schloss Bellevue oder eine Fahrt auf der Spree entlang des neuen Regierungsviertels, ein Besuch im Friedrichstadtpalast oder der zahlreichen Museen sowie der Straße unter den Linden hin zum Brandenburger Tor an. Der Facettenreichtum kennt in dieser Stadt wenig Grenzen. Ähnlich sieht es in Städten wie Hamburg, München, Frankfurt, Köln oder Düsseldorf aus – überall finden Sie quirlige Einkaufsmeilen, ein schillerndes Nachtleben und nebenbei auch noch architektonische Sehenswürdigkeiten.
Reich an kulturellen Schätzen
Doch Deutschland hat noch viel mehr zu bieten. Es gibt etliche Unesco-Welterbe – das Land ist reich an Geschichte und großartigen kulturellen Leistungen. Besonders im Osten des Landes, wie etwa in Stralsund, Eisenach, Eisleben oder Dessau gibt es viele Reichtümer zu entdecken. Hinzu kommen die wunderbaren Volksfeste, wie beispielsweise das wohl bekannteste Fest der Deutschen – das Oktoberfest. Sie können aber auch die vielen Weinanbauregionen – überwiegend in Rheinhessen, Baden und Franken – besuchen, die besonders für Wanderer und Radfahrer ein beliebtes Reiseziel darstellen. Die hügeligen Landschaften sind gerade wegen ihrer vielen kleinen Weindörfer und der sich durch die Natur schlängelnden Flüsse sehr beliebt.
Nicht zuletzt ist Deutschland auch ein Genussland. Die deutsche Küche ist nicht nur bodenständig, sondern mittlerweile auch sehr vielfältig. Neben den zahlreichen Landgasthöfen gibt es in den Großstädten eine Vielzahl an Gourmetrestaurants, die immer mehr Feinschmecker in das Land locken.
Bisher dachte ich, ich müsse meine Freundin beim gemeinsamen Shoppen bloß von Schuhläden fernhalten, um das Schlimmste zu vermeiden, doch seit gestern weiß ich es besser: Es geht noch weitaus schlimmer! Meine bessere Hälfte schleifte mich in einen Schmuckladen. Und zwar nicht in irgendeinen, sondern einer von der Sorte, wo man seinen Schmuck selbst aus Einzelteilen zusammenstellen kann. Und der Laden war natürlich brechend voll.
Mit einem kleinen Kästchen in der Hand schoben wir uns durch den Laden. Mit unseren Einkaufstaschen voller Geschenke quetschten wir uns zwischen den anderen Kunden und deren Einkaufstaschen voller Geschenke hindurch, damit meine Freundin begeistert in den verschiedensten Perlen wühlen konnte. Sie war hin und weg. Ich lächelte gequält. Außer mir war nun noch ein weiterer Mann im Laden. Er stellte es schlau an und verkürzte seinen Aufenthalt an diesem Ort des Grauens auf ein Minimum: Er schnappte sich eine Mitarbeiterin, verklickerte ihr, dass er dringend ein Geschenk für seine Mutter brauche, die gern Engel möge, und ließ dem Mädel dann freie Hand beim Zusammenstellen. Nicht selbst zusammenbasteln kostet zwar einen kleinen Aufpreis, schont aber die Nerven. Ich dagegen wurde nach anderthalb Stunden langsam durstig und ungeduldig. Meine Freundin schickte mich genervt zur Kasse, wo für solche Fälle gekühlte Getränke und Kaffee bereitgehalten werden, und wühlte weiter in den Perlen.
Auf dem Weg zum Kühlschrank hatte ich eine Eingebung: Wenn sie so einen furchtbaren Spaß an der Perlenwühlerei hatte, sollte sie doch auch gleich individuell gestalteten Schmuck für meine weiblichen Verwandten mitbasteln! Eine geniale Idee: Meine Freundin war begeistert, noch mehr Zeit im Schmuckladen verbringen zu dürfen und mein Leiden hatte endlich einen Sinn.
Das Wichtigste über die IT Karriere!
Zeit für Veränderung? So langsam kann ich mir das wieder vorstellen. Daher, schnell mal eine Infoveranstaltung besucht: „Das Wichtigste über die IT-Karriere“. Da ich da schon mit einem Bein drin bin, in dieser Branche, habe ich mal das ein oder andere zusammengefasst. Vielleicht interessiert es euch ja auch.
Computer sind die Zukunft. Das hat man mir schon vor 20 Jahren gesagt und es bleibt eine einfache, aber wahre Floskel. Will man sich beruflich neu orientieren oder beendet man demnächst die Schule oder ist noch auf der Suche nach dem richtigen Beruf? Im IT-Bereich findet man einen Beruf mit Zukunft. Wie jeder Beruf hat auch dieser seine Anforderungen, welche man sich stetig vor Augen halten sollte. Der IT Beruf hat Zukunft und ist daher zur Zeit einer der gefragtesten Berufe. Bewerber müssen oftmals an vielen Tests teilnehmen, um eine Chance zu haben.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?
Alleine, wenn man sich einmal die Zeit nimmt und die Stellenanzeigen in der IT-Branche analysiert, wird man feststellen, dass die Arbeitgeber besondere Anforderungen an den Bewerber stellen. Neben Flexibilität und Teamfähigkeit setzen Arbeitgeber auf persönliches Engagement. Immer mehr im Vordergrund stehen auch die sozialen Kompetenzen vom Bewerber. Stellenweise werden diese sogar den fachlichen Anforderungen vorgezogen. Der Großteil der Firmen in der IT-Branche setzt auf Erfahrungen im Umgang mit Datenbanken sowie mit verschiedenen Betriebssystemen. Für den Traumberuf in der IT-Branche sind Berufserfahrungen sowie ein abgeschlossenes Hochschulstudium unabdingbar. Weitere Voraussetzungen, worauf Arbeitgeber Wert legen, sind analytisches Denkvermögen, Kommunikationsbereitschaft und die Serviceorientierung. Toll, habe ich alles!
Selbstständig Fuß fassen!
Interessant: Laut Infoveranstaltung ist jetzt die Zeit gekommen, in der man sich in der IT-Branche selbstständig machen sollte. Vor allem als bereits gestandene Fachkraft in der IT-Branche, die nicht mehr in einer Firma arbeiten möchte. Sehr viele Unternehmen arbeiten mit sogenannten Freelancern zusammen. Das kann für eine befristete oder unbefristete Zeit sein. Als Freelancer hat man nicht nur die Möglichkeit, mit verschiedenen Firmen zusammenzuarbeiten, sondern man kann sich gleichzeitig auch immer ganz individuell fortbilden.
Welcher Bereich?
Die IT-Branche ist sehr weiträumig. So hat jeder Bereich seine eigene Berufsbezeichnung. Einige Beispiele hierfür sind IT Fachinformatiker, IT Systemelektroniker, Grafiker, Webdesign, Informationstechniker oder dem System Administrator. So verschieden die Bereiche sind, so verschieden sind auch die Gehälter, die man erhalten kann. Dachte ich es mir doch. Das kenne ich ja vom eigenen Arbeitsplatz. Firmen staffeln diese zumeist über die Jahre der Berufserfahrungen und nach der Dauer, welche man zum Unternehmen gehört. In Deutschland hat die IT-Branche gerade erst Ihre Anfänge gefunden. Ob Webentwicklung Jobs in Stuttgart oder in meinem geliebten Hamburg. Es gibt sie überall. Ich versuchs mal und halte euch auf dem Laufenden.
Radtouren richtig planen
Radtouren sind vor allem in der wärmeren Jahreszeit eine sehr beliebte Möglichkeit, um sich aktiv zu entspannen, aber auch im Winter kein Problem! Egal ob man alleine unterwegs ist, oder die Tour als Gruppe unternimmt – in beiden Fällen lohnt es sich, vor dem Losfahren ein wenig Planung in die Tour zu stecken.
Mobiles Sightseeing auf dem Rad
Das schöne am Radfahren ist, dass man sehr mobil ist und im Gegensatz zum Auto auch Ziele über kleine Feldwege oder für Autos komplett gesperrte Wege leicht erreichen kann. Zudem haben vor allem auf einer Tour in der Gruppe nicht alle Mitfahrer gleich geübtes Sitzfleisch, weshalb es sich anbietet, auf einer gemeinsamen Tour öfter eine Pause einzulegen. Plant man vor der Tour den Weg, der abgefahren werden soll, kann man diese Pausen an Orte legen, an denen es auch wirklich etwas zu sehen gibt. Ansonsten wäre es beispielsweise ärgerlich, wenn man mitten auf der grünen Wiese eine Pause einlegt und wenige Kilometer später an einem interessanten Ort vorbeifährt. Zudem kann man auch schon vorher eine Station für das gemeinsame Mittagessen einplanen. Dazu bei einer größeren Tour einfach gezielt ein Restaurant oder einen Grillplatz ansteuern.
Hilfsmittel zu Tourenplanung
Die wichtigsten Hilfsmittel zur Tourenplanung sind gutes Kartenmaterial und eventuell noch ein Reiseführer. Bei Karten haben sich nicht nur spezielle Landkarten für Radfahrer als nützlich erwiesen, sondern auch Wanderkarten sind bei der Tourenplanung sehr hilfreich. Auf ihnen sind Aussichtspunkte und interessante Stellen markiert, die man auch mit dem Rad leicht erreichen kann – zu Not muss halt ein kleines Stückchen geschoben werden.
Vor der Tour das Rad checken
Vor der Tour sollte jeder Mitfahrende unbedingt sein Rad auf mögliche Mängel überprüfen, denn nichts ist schlimmer, als wenn eine Tour abgebrochen werden muss, weil ein Teilnehmer eine Panne hat, die unterwegs nicht behoben werden kann. 2007 auf einer Fahrt nach Siebenbürgen hatte ich mal das Glück. Seither ist der Fahrradcheck das Wichtigste. Werden Mängel entdeckt, kann man eventuell in einem Onlineshop noch schnellen Ersatz bestellen. Oft lassen sich Fahrradteile hier bestellen und per Express liefern, damit sie noch pünktlich vor Tourbeginn beim Besteller eintreffen. Funktioniert auch im Winter!
Onkel Karls Märchen 2.0
Tritratrullala, Karl Theodor ist wieder da! Nach einigen Monaten steht KT, wie ihn die sinkende Zahl derer, die sich zu seinen Anhängern zählen (im März noch 62 % der Deutschen, nun 49 % laut Forsa-Umfrage), zu nennen pflegt, schon wieder auf der Bühne und spielt (nicht besonders überzeugend) Theater. Warum er sich zu Wort meldet? Angeblich, um Europa fachkompetent aus der Eurokrise zu retten, indem er freundlicherweise all den unfähigen Politikern erklärt, was sie derzeit alles falsch machen. Vielleicht aber auch nur, um Promo für sein neues Buch zu machen. Promo, das geht noch, die Promotion dagegen ist hin.
Im Wirbel um seine harsche Kritik an anderen ging eine weitere Meldung fast unter: 20.000 Euro für den guten Zweck und kein Prozess mehr gegen den Ex-Minister. Der feine Herr zu Guttenberg kauft sich frei. Der materielle Schaden, den er mit seiner zu 64 % (Stand April/2011 laut guttenplag.org) plagiierten Doktorarbeit angerichtet hat, dürfte damit beglichen sein, doch von Einsicht keine Spur. Aus dem „Exil“ in den USA lässt er verlauten, dass er die 1200 Textstellen bloß versehentlich nicht belegt habe. Selbst einem Studenten im ersten Semester, der das wissenschaftliche Arbeiten gerade erst erlernt, unterlaufen derart grobe Schnitzer bei seiner allerersten Hausarbeit nicht in dieser Dichte.
Nun führt er als Begründung für seine „Fehler“, welche ihm selbstverständlich bloß aus Versehen unterlaufen sind, an, er sei völlig überfordert gewesen mit dem Verfassen seiner Dissertation. Aber ein Land mit 82 Millionen Einwohnern regieren, das traut er sich zu. Vielleicht sogar als Bundeskanzler. Kleine Brötchen backen, das ist nichts für einen Karl Theodor zu Guttenberg. Zack! Schon neun Monate nach der Plagiatsaffäre kommt KT wieder über den großen Teich geschippert, um für die EU zu arbeiten. Aber das ist eine andere Geschichte, liebe Kinder.
Was ist bloß aus Weihnachten geworden? Der “Weihnachtsbaum” auf dem Rathausmarkt ist bloß ein Metallgerippe mit Lichterketten und auf dem Weihnachtsmarkt zu Füßen des Gerippes kaufen Menschen kleine pink glitzernde Handtaschen als Baumschmuck anstelle von Kugeln. Und im Radio propagiert Media Markt Spielkonsolen als die einzig wahren Geschenke. Eisenbahnen? Uncool. Damit kann Papa gleich wieder nach Hause fahren. Bei einer Konsole dagegen ist der Fall klar: Nur ein “Superpapa” kann ein so tolles Geschenk unter den Baum gelegt haben. Und dort, unterm Baum, wird laut Media-Markt-Werbung schließlich Weihnachten entschieden. Und zwar darüber, welches Geschenk das beste ist. Je teurer desto besser.
Meiner Meinung nach würde ein wahrer „Superpapa“ seine Kinder nicht vor einer Spielkonsole parken, sondern sich mit ihnen beschäftigen, indem er z. B. mit ihnen zusammen mit der Holzeisenbahn spielt. Aber das wäre Zeit miteinander verbringen und darum geht es ja beim Weihnachtsfest à la Media Markt nicht.
Welchen Druck die Message „Falsches Geschenk = Liebesentzug“ gerade auf weniger wohlhabende Eltern ausübt, die ihren Kindern ohnehin schon selten das bieten können, was Sie ihnen gern bieten würden, ist Media Markt im besten Fall nicht klar. Ich vermute allerdings eher, dass hier sehr bewusst damit gespielt wird. Es ist ein moralisch sehr fragwürdiges Spiel, denn durch diese Werbung wird den Eltern suggeriert, Kinder liebten nur Eltern, die ihnen teure Geschenke machen. Dadurch entsteht großer emotionaler Druck, durch den Media Markt aus armen Eltern den letzten Euro herauspresst.
Ich bin kein religiöser Mensch, aber sollte es an Weihnachten nicht eigentlich um Zusammenhalt und zwischenmenschliche Wärme gehen? In der Media Markt-Werbung dagegen zeigt sich die Kälte des unerbittlichen Materialismus: Zuneigung muss man sich durch das richtige Geschenk erkaufen. Weihnachten, das Fest der Liebe? Liebe gibt es, wie uns die Media Markt-Werbung vermittelt, nur für die, die es sich leisten können.
